Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum (Poli, 1791))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Gemeine Erbsenmuscheln erreichen eine Länge von 3,7 bis 5,3 mm lang, eine Höhe von 3,1 bis 4,4 mm und eine Dicke von 2,4 bis 2,9 mm. Die Oberfläche ist matt bis seidig glänzend und gestreift. Die Kardinalzähne c2 und c3 sind deutlich gebogen, der Kardinalzahn c4 ist kürzer als c2.

Merkmale

Die Schalen erwachsener Gemeiner Erbsenmuscheln werden 3,7 bis 5,3 mm lang, 3,1 bis 4,4 mm hoch und 2,4 bis 2,9 mm dick. Ihre Oberfläche ist matt bis seidig glänzend und gestreift. Die Kardinalzähne c2 und c3 sind deutlich gebogen, der Kardinalzahn c4 ist kürzer als c2. Dies ist die am meisten variabelste einheimische Erbsenmuschelart.

Verbreitung

Kosmopolitisch.

Lebensweise

Auch diese Erbsenmuschelart ist eilebendgebärend.

Lebensräume

Gemeine Erbsenmuscheln leben in fast allen Gewässertypen, selbst in Sümpfen und temporären Kleingewässern.

Bestandssituation

Die Gemeine Erbsenmuschel ist eine der häufigsten Erbsenmuschelarten im Freistaat Sachsen.

Literatur

  • Bößneck, U. 1993: Bericht über das Treffen des Regionalkreises Ost der DMG vom 18. bis 20. September 1992 in Taltitz/Vogtland mit Artenliste der gesammelten Mollusken. – Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 52: 31-35.
  • Bößneck, U., 1999: Bemerkenswerte Kleinmuschel-Nachweise aus Fließgewässern der Oberlausitz mit Erstfund von Pisidium moitessierianum (Paladilhe, 1866) für Sachsen. – Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 7/8: 131–134.
  • Büttner, K., 1954: Die Molluskenfauna von Südwestsachsen. - Abhandlungen und Berichte aus dem Staatlichen Museum für Tierkunde - Forschungsstelle - Dresden 22(1): 47-87.
  • Flasar, I. & Flasarova, M. 2000: Weichtiere und Asseln in der Umgebung des Bachs Polava/Pöhlbach (Bundesrepublik Deutschland und Tschechische Republik: Böhmen und Sachsen) (Mollusca et Isopoda). - Malakologische Abhandlungen des Staatlichen Museums für Tierkunde Dresden 20(1): 137-159.
  • Glöer, P. 2015: Süßwassermollusken - Ein Bestimmungsschlüssel für die Muscheln und Schnecken im Süßwasser der Bundesrepublik Deutschland. Göttingen, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung. 135 S.
  • Neumann, E., 1893: Die Conchylien von Chemnitz und seiner Umgegend. - Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz 12 (1889-1892): 51-54.
  • Neumann, E. (1893): Die Molluskenfauna des Königreichs Sachsen. - Nachrichtsblatt der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 25: 47-64.
  • Trübsbach, P. 1934: Die geographische Verbreitung der Gastropoden im Gebiete der Zschopau nebst biologischen Untersuchungen. – Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz: 15–98, 1 Karte.
  • Wohlberedt, O. 1899: Molluskenfauna des Königreichs Sachsen. – Nachrichtsblatt der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 31(1/4): 1–20, 33–56.
  • Zeissler, H. 1999: Die Molluskenfauna von Nordwestsachsen. - Veröffentlichungen Naturkundemuseum Leipzig 17: 1-95.
  • Zettler, M. L. & Glöer, P. 2006: Zur Ökologie und Morphologie der Sphaeriidae der Norddeutschen Tiefebene. - Heldia 6 (Sonderheft 8): 1-61, Taf. 1-18.
Autor(-en): Katrin Schniebs. Letzte Änderung am 20.06.2019

Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum). Der Schlosszahn c3 der rechten Schale ist deutlich gebogen.
(Foto: Katrin Schniebs)


Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum), Stangengrün, Juli 2017
(Foto: Katrin Schniebs)


Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum), Linz bei Schönborn, Juni 2004
(Foto: Katrin Schniebs)


Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum). Die Schlosszähne c4 und c2 der linken Schale sind ebenfalls deutlich gebogen.
(Foto: Katrin Schniebs)
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