Dreieckige Erbsenmuschel (Pisidium supinum A. Schmidt, 1851)

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Dreickige Erbsenmuscheln erreichen eine Schalenlänge von 3,5 bis 4 mm, eine Höhe von 3,3 bis 3,8 mm und eine Dicke von 2,3 bis 2,7 mm. Die schief dreieckigen und kräftig und gleichmäßig gestreift bis gerippten Schalen haben eine charakteristische kurze, schief aufgesetzte Wirbelfalte auf dem zugespitzten Wirbel. Diese ist meist kürzer als bei der Kleinen Faltenerbsenmuschel (Pisidium henslowanum).

Merkmale

Die Schalen erwachsener Dreickiger Erbsenmuscheln erreichen eine Länge von 3,5 bis 4 mm, eine Höhe von 3,3 bis 3,8 mm und eine Dicke von 2,3 bis 2,7 mm. Sie sind dreieckig und kräftig und gleichmäßig gestreift bis gerippt. Charakteristisch ist ebenfalls die kurze, schief aufgesetzte Wirbelfalte auf dem zugespitzten Wirbel. Diese kann jedoch bei alten Leerschalen abgerieben sein, dann ist sie kaum oder nicht mehr sichtbar.

Verbreitung

Europäisch-sibirisch.

Lebensweise

Dreieckige Erbsenmuscheln sind wie alle anderen Vertreter der Gattung lebendgebärend.

Lebensräume

Dreieckige Erbsenmuscheln leben vorwiegend in fließenden Gewässern (Flüssen, Bächen und Kanälen) mit festem Schlickuntergrund oder Sand- und Kiesböden. Die sandige Flachwasserzone größerer Seen ist ebenfalls ein geeigneter Lebensraum.

Bestandssituation

In der Roten Liste der Bundesrepublik Deutschland ist die Dreieckige Erbsenmuschel als gefährdet eingestuft. In der Roten Liste der Mollusken des Freistaates Sachsen wird sie als stark gefährdet geführt. Seit etwa Mitte der 1990iger Jahre ist die Dreieckige Erbsenmuschel in Sachsen offenslichtlich wieder in der Ausbreitung begriffen.

Literatur

  • Bößneck, U., 1999: Bemerkenswerte Kleinmuschel-Nachweise aus Fließgewässern der Oberlausitz mit Erstfund von Pisidium moitessierianum (Paladilhe, 1866) für Sachsen. – Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 7/8: 131–134.
  • Glöer, P. 2015: Süßwassermollusken - Ein Bestimmungsschlüssel für die Muscheln und Schnecken im Süßwasser der Bundesrepublik Deutschland. Göttingen, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung. 135 S.
  • Jungbluth, J. H. & von Knorre, D. unter Mitarbeit von Bössneck, U., Groh, K., Hackenberg, E., Kobialka, H., Körnig, G., Menzel-Harloff, H., Niederhöfer, H.-J., Petrick, S., Schniebs, K., Wiese, V., Wimmer, W. & Zettler, M. L. (2009): Rote Liste der Binnenmollusken [Schnecken (Gastropoda) und Muscheln (Bivalvia)] in Deutschland. - Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 81: 1-28.
  • Schniebs, K., Reise , H. & Bössneck, U. 2006: Rote Liste Mollusken Sachsens. Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 2006. 21 S. [Hrsg. Sächs. LfUG].
  • Schniebs, K., Winkelmann, C., 2004: Neue Angaben zur Verbreitung in Sachsen bisher wenig bekannter oder seltener Molluskenarten. - Sitzungsberichte und Abhandlungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS Dresden 1997/2003: 83-86.
  • Zettler, M. L. & Glöer, P. 2006: Zur Ökologie und Morphologie der Sphaeriidae der Norddeutschen Tiefebene. - Heldia 6 (Sonderheft 8): 1-61, Taf. 1-18.
Autor(-en): Katrin Schniebs. Letzte Änderung am 07.02.2017

Dreieckige Erbsenmuschel (Pisidium supinum), Elbe bei Coswig, Mai 2001
(Foto: Katrin Schniebs)
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