Weiße Streifenglanzschnecke (Nesovitrea petronella (L. Pfeiffer, 1853))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Nur eine weitere einheimische Landschneckenart kann mi der Weißen Streifenglanzschnecke verwechselt werden - farblose Gehäuse der Braunen Streifenglanzschnecke weisen ebenfalls eine Skulptur aus starken und regelmäßigen Radiärlinien auf. Allerdings sind die Gehäuse der Weißen Streifenglanzschnecke rundlicher und die einzelnen Umgänge dicker, sie besitzen außerdem einen engeren tiefen und nicht exzentrisch liegenden Nabel. Außerdem ist die Endwindung des Gehäuses in Mündungsnähe bei der Weißen Streifenglanzschnecke schmaler als bei der Braunen Streifenglanzschnecke.

Merkmale

Die farblosen oder leicht grünlichen Gehäuse erwachsener Weißer Streifenglanzschnecken erreichen bei ca. 3,5 Umgängen eine Gehäusebreite von 4,2 bis 5 mm. Der Nabel ist eng und liegt nicht exzentrisch. Die bei frischen gehäusen glänzende Oberfläche weist eine Skulptur aus starken und relativ regelmäßigen Radiärlinien auf, die aber auf dem letzten umgang zur Mündung hin unregelmäßiger werden.

Verbreitung

Boreal und alpin.

Lebensweise

Die Weiße Streifenglanzschnecke ist unter morscher Baumrinde sowie in der Laubstreu anzutreffen.

Lebensräume

Typischer Lebensraum der Weißen Streifenglanzschnecke sind feuchte Bergwälder oder auch Sümpfe.

Bestandssituation

In der Roten Liste der Weichtiere Sachsens wird die Weiße Streifenglanzschnecke als gefährdet geführt. In der Roten Liste der Weichtiere der Bundesrepublik Deutschland wird die Art sogar als stark gefährdet geführt.

Literatur

    • Büttner, K., 1954: Die Molluskenfauna von Südwestsachsen. - Abhandlungen und Berichte aus dem Staatlichen Museum für Tierkunde - Forschungsstelle - Dresden 22(1): 47-87.
    • Flasar, I. & Flasarova, M. 2000: Weichtiere und Asseln in der Umgebung des Bachs Polava/Pöhlbach (Bundesrepublik Deutschland und Tschechische Republik: Böhmen und Sachsen) (Mollusca et Isopoda). - Malakologische Abhandlungen des Staatlichen Museums für Tierkunde Dresden 20(1): 137-159.
    • Jungbluth, J. H. & von Knorre, D. unter Mitarbeit von Bössneck, U., Groh, K., Hackenberg, E., Kobialka, H., Körnig, G., Menzel-Harloff, H., Niederhöfer, H.-J., Petrick, S., Schniebs, K., Wiese, V., Wimmer, W. & Zettler, M. L. (2009): Rote Liste der Binnenmollusken [Schnecken (Gastropoda) und Muscheln (Bivalvia)] in Deutschland. - Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 81: 1-28.
    • Kerney, M. P., Cameron, R. A. D. & Jungbluth, J. H. 1983: Die Landschnecken Nord- und Mitteleuropas. Ein Bestimmungsbuch für Biologen und Naturfreunde. Paul Parey, Hamburg & Berlin. 384 S., 368 Ktn. (incl. 24 Farbtafeln).
    • Schniebs, K., Reise , H. & Bössneck, U. 2006: Rote Liste Mollusken Sachsens. Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 2006. 21 S. [Hrsg. Sächs. LfUG].
    • Trübsbach, P. 1934: Die geographische Verbreitung der Gastropoden im Gebiete der Zschopau nebst biologischen Untersuchungen. – Berichte der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Chemnitz: 15–98, 1 Karte.
    • Wiese, V. 2014: Die Landschnecken Deutschlands. Finden - Erkennen - Bestimmen. Quelle & Meyer, Wiebelsheim. 352 S.
    Autor(-en): Elisabeth Möltgen-Goldmann, Katrin Schniebs. Letzte Änderung am 03.06.2019

    Weiße Streifenglanzschnecke (Nesovitrea petronella), Großes Mittweidatal, gesammelt von K. Büttner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
    (Foto: Katrin Schniebs)


    Weiße Streifenglanzschnecke (Nesovitrea petronella), Großes Mittweidatal, gesammelt von K. Büttner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gehäuseunterseite.
    (Foto: Katrin Schniebs)
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