Feingerippte Grasschnecke (Vallonia enniensis (Gredler, 1856))

DE Deutschland , DE-SN Sachsen

Diagnose

Die maximal bis zu 2,5 mm breiten Gehäuse erwachsener Feingerippter Grasschnecken unterscheiden sich von den übrigen einheimischen Vertretern der Gattung Vallonia durch ihre Skulptur aus dichten, regelmäßigen und feinen Rippen, deren anzahl auf dem letzten Umgang zwischen 50 und 60 beträgt. Frische Gehäuse sind milchig transparent.

Merkmale

Die scheibenförmigen Gehäuse erwachsener Feingerippter Grasschnecken erreichen bei etwa 3.25 Umgängen eine Breite von 2,2 bis 2,5 mm. Im frischen Zustand sind sie milchig-transparent. Sie weisen eine Skulptur sehr regelmäßiger feiner Rippen auf. Ihre Anzahl beträgt auf dem letzten Umgang etwa 50 bis 60. Sie stehen damit viel dichter als bei der ähnlichen Gerippten Grasschnecke (Vallonia costata). Der Mundsaum ist zu einer weißen, krempenähnlichen Lippe umgebogen.

Verbreitung

Mittel- und südeuropäisch.

Lebensweise

Lebensräume

Die Feingerippte Grasschnecke bewohnt kalkreiche Sümpfe und andere nasse Biotope.

Bestandssituation

Die Feingerippte Grasschnecke gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Im Freistaat Sachsen ist zur Zeit nur ein einziger aktueller Fund bekannt.

Literatur

  • Jungbluth, J. H. & von Knorre, D. unter Mitarbeit von Bössneck, U., Groh, K., Hackenberg, E., Kobialka, H., Körnig, G., Menzel-Harloff, H., Niederhöfer, H.-J., Petrick, S., Schniebs, K., Wiese, V., Wimmer, W. & Zettler, M. L. (2009): Rote Liste der Binnenmollusken [Schnecken (Gastropoda) und Muscheln (Bivalvia)] in Deutschland. - Mitteilungen der Deutschen Malakozoologischen Gesellschaft 81: 1-28.
  • Kerney, M. P., Cameron, R. A. D. & Jungbluth, J. H. 1983: Die Landschnecken Nord- und Mitteleuropas. Ein Bestimmungsbuch für Biologen und Naturfreunde. Paul Parey, Hamburg & Berlin. 384 S., 368 Ktn. (incl. 24 Farbtafeln).
  • Schniebs, K., Reise , H. & Bössneck, U. 2006: Rote Liste Mollusken Sachsens. Materialien zu Naturschutz und Landschaftspflege 2006. 21 S. [Hrsg. Sächs. LfUG].
  • Wiese, V. 2014: Die Landschnecken Deutschlands. Finden - Erkennen - Bestimmen. Quelle & Meyer, Wiebelsheim. 352 S.
  • Zeißler, H. 1977: Schnecken im waldigen Westteil der sogenannten "Weißen Mark" nördlich von Zwenkau bei Leipzig. - Malakologische Abhandlungen des Museums für Tierkunde Dresden 5(2): S. 313-323.
Autor(-en): Katrin Schniebs. Letzte Änderung am 07.04.2022

Feingerippte Grasschnecke (Vallonia enniensis), Kitzscher, leg. A. Arnold, 2010
(Foto: Katrin Schniebs)
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